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18/8 €

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Tickets für diese Veranstaltung sind ausschließlich im Vorverkauf bis Montag, den 8. Juni erhältlich. Keine Abendkasse. Tickets sind personalisiert, Einlass nur mit gültigem Ausweisdokument.

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Christoph Hein
  • Christoph Hein © Suhrkamp Verlag

Moderation: Sabine Rennefanz (Der Spiegel)

Von den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 bis zum Herbst 1991 reicht Christoph Heins Opus magnum über den Aufbruch und das Scheitern eines Landes, das einmal angetreten war, das bessere Deutschland zu sein. Das Hauptpersonal dieses groß angelegten Geschichtspanoramas bilden keine Staatenlenker und keine Dissidentinnen, keine strahlenden Helden und keine finsteren Schurken, sondern Kader und Funktionäre, von Staat und Partei mal mehr und mal weniger gelitten, zwischen Idealismus und Opportunismus schwankend wie Matrosen auf einem Schiff in schwerer See. Da ist etwa der Ökonomieprofessor Karsten Emser, Mitglied im ZK der SED; Johannes Goretzka, der vom glühenden Nazi zum beflissenen Anhänger des neuen Systems wurde, und dessen Frau Yvonne, die sich aus der lieblosen Ehe in die Affäre mit einem Schuhverkäufer flüchtet; Benaja Kuckuck, ein angesehener Anglist und Shakespeare-Kenner, der sich schließlich mit einer Stelle als Leiter des Referats für Kinder- und Jugendfilm arrangiert. Ihren und weiteren Lebenswegen folgt Christoph Hein in Das Narrenschiff entlang historischer Wegmarken, verknüpft so individuelle Schicksale mit dem politischen Zeitenlauf und unterstreicht eindrucksvoll seinen Ruf als wichtigster Chronist der DDR.

Sabine Rennefanz, Autorin unter anderem von Kosakenberg und Spiegel-Kolumnistin, moderiert das Gespräch mit Christoph Hein.

***Die Veranstaltung ist ausgebucht!***

Christoph Hein, geboren 1944 in Heinzendorf in Oberschlesien, wuchs nach Kriegsende in Bad Düben bei Leipzig auf. Nach einem Studium der Philosophie und Logik, arbeitete er als Hausautor an der Volksbühne Berlin und veröffentlichte mehrere Stücke. 1982 erschien seine Novelle Der fremde Freund (in Westdeutschland unter dem Titel Drachenblut). Zu seinen bekanntesten Werken zählt das Theaterstück Die wahre Geschichte des Ah Q. Sein jüngster Roman Das Narrenschiff stand monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Christoph Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Uwe-Johnson-Preis und dem Stefan-Heym-Preis. Christoph Hein lebt in Havelberg.

Sabine Rennefanz, geboren 1974 in Beeskow, arbeitet als Journalistin und schreibt unter anderem für den Spiegel und den Tagesspiegel. Sie ist Autorin mehrerer Romane und Sachbücher. 2024 veröffentlichte sie den Roman Kosakenberg. Ihr Buch Eisenkinder. Die stille Wut der Wendegeneration erscheint im August 2026 in einer aktualisierten Neuausgabe.

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